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Spezialkommandos im Zweiten Weltkrieg

Freitag, 5. Dezember 2008 | Autor: Lilu

1. Fallschirmjäger
Am Mittag des 12. September 1943 gelang deutschen Fallschirmspringern und SS-Männern das wohl spektakulärste Kommando-Unternehmen des Zweiten Weltkrieges. Sie befreiten in einem Handstreich den auf dem 2000 Meter hohen Gran Sasso gefangen gehaltenen Benito Mussolini. General Student baute auf den Überraschungseffekt, den die lautlos einschwebenden Lastensegler hervorriefen. Das atemberaubende Unternehmen endete tatsächlich unblutig. Mussolini wurde nach Wien geflogen.

Größe: 688 MB (Xvid) | Dauer: 01:19:51 |

2. Blaue Division
Als der Sieger des blutigen spanischen Bürgerkrieges, General Francisco Franco, am 25. Juni 1941 den Auftrag erteilte, eine spanische Freiwilligenlegion zu bilden, die an Deutschlands Seite aktiv am Kampf gegen den Bolschewismus teilnehmen sollte, entfachte diese Nachricht eine Woge der Begeisterung. Rund 19000 Spanier bildeten schließlich den Kern der “Blauen Division”, die bereits im Herbst 1941 an der Ostfront zum Einsatz kam und deren letzte Angehörige bis zum Endkampf in Berlin ihre Pflicht taten.

Größe: 669 MB (Xvid) | Dauer: 01:00:44 |

3. Gebirgsjäger
Die Aufnahmen dieses Films stammen nicht aus Wochenschauen, sondern aus der Kamera eines Gebirgsjägers der ehemaligen 1. Gebirgs-Division: Ukraine, Winniza, Stalino, Dnjepr, Saporoshie, Charkow, Rostow am Don, Nogaische Steppe, Kämpfe bei 50° C unter Null, die Tragödie in Schnee und Kälte, an Kuban und Teberda, im Lande der Karatschaier, durch Utschkulantal, eine militärische Expedition in die Eiswelt, Flaggenhissung auf dem 5633 m hohen Elbrus, dem höchsten Eisberg zwischen Europa und Asien.

Größe: 683 MB (Xvid) | Dauer: 01:30:06 |

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Die Deutschen - Teil 10 - Wilhelm und die Welt

Donnerstag, 27. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 10 ~
Wilhelm und die Welt
Zwischen Größenwahn und Depression

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Das Deutsch Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Zu klein, um über andere zu herrschen und zu groß für die Balance der Mächte in Europa. Weltmacht sein, das will Kaiser Wilhelm II. Viele im Volk halten diesen Kaiser für den idealen Repräsentanten. Es ist die Zeit der Pickelhauben und Paraden.

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Wilhelm will im Konzert der Weltmächte mitspielen. Zwar sind die Kolonien weitgehend verteilt, doch der Kaiser klaubt die letzten kolonialen Krümel im Pazifischen Ozean auf. Wilhelm sieht sich als ein Alleinherrscher im Reich, obwohl es einen Kanzler und ein Parlament gibt. Für ihn ist jeder Deutsche, der ihn und damit die Nation kritisiert, ein schlechter Patriot. Sein Verhältnis zur Arbeiterschaft ist gespalten. Industriearbeiter beginnen sich zu organisieren und fordern eine politische Vertretung. Dafür steht die SPD. Für Wilhelm sind Sozialdemokraten, “eine Rotte von Menschen, nicht wert den Namen Deutscher zu tragen”. Innenpolitisch droht dem Kaiserreich die Spaltung.

Diplomatisches Geschick zählt nicht zu Wilhelms Stärken. Berüchtigt ist seine “Hunnenrede”: Im Sommer 1900 kommt es in China zum “Boxeraufstand” gegen die westlichen Kolonialherren. Jetzt will Wilhelm den Europäern zeigen, wie man sich Respekt verschafft. Beim Abschied deutscher Truppen, die den Aufstand niederschlagen helfen sollen, fordert er seine Soldaten zu brutalem Vorgehen auf: “So wie die Hunnen.” Seine Worte gehen um den Erdball und prägen das Bild der Deutschen in der Welt. In Berlin regt sich bald Kritik am persönlichen Regiment des Kaisers.

Wettrüsten im Flottenbau mit England

Die Marine hatte es Wilhelm schon als Kind angetan. Seit 1906 liefern sich Deutschland und England im Flottenbau ein beispielloses Wettrüsten. England sieht sich und das europäische Gleichgewicht bedroht. Es hat mit Frankreich und Russland Allianzen gebildet. Deutschland gerät zwischen zwei Fronten.

Als am 28. Juni 1914 ein serbischer Nationalist den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau erschießt, eskaliert die Lage: Österreich will mit den Serben abrechnen und seine Vorherrschaft auf dem Balkan sichern. Deutschland steht Österreich im Krieg zur Seite. Am 29. Juli 1914 eröffnen österreichische Geschütze die Kanonade auf Belgrad. Europa taumelt in den Krieg: die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Der technische Fortschritt macht diesen Krieg zu einem Massensterben.

Abschied des Kaisers

Im Sommer 1918 ist das deutsche Heer am Ende und im September erklärt die Heeresleitung, die Fortführung des Kampfes sei aussichtslos. Wilhelm muss dem parlamentarischen Regierungssystem zustimmen, um die Friedensverhandlungen mit den Westmächten zu erleichtern. Fast über Nacht erhält das deutsche Volk eine Demokratie.

Wie ein Flächenbrand breitet sich in dieser Phase die Novemberrevolution in ganz Deutschland aus. Der Aufstand erreicht Berlin. Die Reichsregierung unter dem neuen Kanzler Max von Baden fürchtet eine Revolution wie in Russland und bittet den Kaiser abzudanken. Der befindet sich an diesem Tag in seinem Hauptquartier in Belgien und weigert sich bis zuletzt, auf den Thron zu verzichten. Auf Druck der Straße verkündet der Kanzler am Mittag des 9. November der Welt eigenmächtig die Abdankung des deutschen Kaisers.

Geburt der Republik

Der Druck der Straße beseitigt das Kaisertum. Am 9. November ruft Philipp Scheidemann die erste deutsche Republik aus. “Der Kaiser hat abgedankt, er und seine Freunde sind verschwunden. Über sie alle hat das Volk auf der ganzen Linie gesiegt. Das Alte und Morsche, die Monarchie ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue! Es lebe die deutsche Republik!”

Größe: 381 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

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Die Deutschen - Teil 9 - Bismarck und das Deutsche Reich

Donnerstag, 27. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 9 ~
Bismarck und das Deutsche Reich
Vom Kleinstaatler zum Nationalkämpfer

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Mitte des 19. Jahrhunderts: Noch immer sind die Deutschen nicht in einem Staat geeint. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck will das ändern. Nicht mit Parlamenten oder durch Mehrheiten, sondern wie er sagt, “mit Blut und Eisen”.

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Berlin am 7. Mai 1866: Der 22-jährige Student Ferdinand Cohen-Blind will den drohenden Krieg gegen Österreich verhindern, bei dem auf beiden Seiten Deutsche stehen. Cohen-Blind sieht dafür nur eine Lösung: Er muss den Mann beseitigen, der für die meisten Deutschen die treibende Kraft für den Krieg ist: Bismarck. Doch das Attentat misslingt. Bismarck wird zwar von mehreren Kugeln getroffen, doch seine dicke Kleidung dämpft ihre Wucht und die Feuerkraft der Pistole ist zu schwach.

Preußen und Österreich dominieren

Deutschland besteht in dieser Zeit aus über 30 unabhängigen Staaten, die sich im Deutschen Bund zusammengeschlossen haben. Den Ton geben die Großmächte Österreich und Preußen an. Als sich Preußen die Herzogtümer Schleswig und Holstein gegen Österreichs Willen einverleiben will, kommt es zur Machtprobe. Wer hat das Sagen in Deutschland? Österreich oder Preußen?

Die Entscheidung ob Krieg oder Frieden fällt am 14. Juni 1866 in Frankfurt am Main, dem Sitz des Deutschen Bundes. Österreichs Antrag das Bundesheer gegen Preußen mobil zu machen wird angenommen. Preußen betrachtet diese Abstimmung als Kriegserklärung und erklärt seine Mitgliedschaft im Bund für nichtig. Das bedeutet das Ende des Deutschen Bundes, weil die Staaten das tun, was der Bund verhindern sollte: Krieg gegeneinander führen.

Preußens Trumpf

In der Schlacht von Königgrätz gegen Preußen entgeht die Armee Österreichs und seiner Verbündeten knapp der völligen Vernichtung. Die Preußen spielen ihren Trumpf aus: das preußische Zündnadelgewehr, der erste gut funktionierende Hinterlader. Damit können preussische Soldaten schneller und im Liegen nachladen, dabei in Deckung bleiben. Ein tödlicher Vorteil gegenüber den mit Vorderladern bewaffneten Österreichern. Der Kampf um die Vorherrschaft im Deutschen Reich ist im Sinne Bismarcks geregelt.

Deutschland und Österreich gehen fortan getrennte Wege. Österreich wird förmlich aus der deutschen Geschichte gedrängt. Der Sieg über Österreich macht Bismarck zum Triumphator. Sein Sieg ist dem preußischen Vaterland ein Denkmal wert: Die Siegessäule in Berlin.

Vorstufe zum geeinten Deutschland

Der Norddeutsche Bund von 1866 - unter preußischer Führung - ist die Vorstufe zum geeinten Deutschland wenige Jahre später. Die südlichen Länder wie Bayern, Baden und Württemberg bleiben zunächst außen vor.

Das ändert sich mit dem Krieg gegen Frankreich 1870. Der gemeinsame Gegner schmiedet die Deutschen zusammen und eint die Nation. Die erfolgreiche Schlacht von Sedan wird später zu einem deutsch-nationalen Mythos erklärt. Im Januar 1871 hebt Bismarck - im Schloss von Versailles - den preußisch-deutschen Nationalstaat aus der Taufe. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte leben die Deutschen vereint in einem Nationalstaat mit einer gemeinsamen Hauptstadt: Berlin. Bismarck ist “Reichskanzler” des neuen Deutschen Reiches. Doch das von ihm geschaffene Reich war zu groß für das harmonische Konzert der Mächte in Europa und zu klein, um über sie zu herrschen.

Die Bilanz

Die Gesamtbilanz von Bismarcks Innenpolitik fällt gemischt aus. Auf der einen Seite stehen die Schaffung einer modernen Volksvertretung sowie der Beginn des Sozialstaats mit Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung. Auf der anderen Seite kämpft Bismarck gegen Sozialdemokratie und katholische Kirche. Die äußere Einigung glückte dem Kanzler Bismarck - die innere verzögerte er.

Größe: 384 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

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Konzertationslager Ausschwitz - alle 6 Teile

Freitag, 21. November 2008 | Autor: Lilu

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1941 drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz I gebaut und befand sich nahe der Stadt Auschwitz im während der Besetzung Polens errichteten Landkreis Bielitz. Nach der deutschen Besetzung Polens im September 1939, vor der Eingliederung in das Deutsche Reich zum 26. Oktober 1939 wurde dieser bisher polnische Landkreis Teil des neugebildeten Regierungsbezirkes Kattowitz in der preußischen Provinz Schlesien.

In die Konzentrationslager Auschwitz wurden insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa deportiert. Davon wurden hier geschätzte 1,1 Millionen Menschen ermordet, eine Million davon Juden. Etwa 900.000 der Deportierten wurden direkt nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet oder erschossen. Weitere 200.000 Menschen wurden von der SS durch Krankheit, Unterernährung, schwerste Misshandlungen, medizinische Versuche oder die spätere Vergasung ermordet.

er Name „Auschwitz“ ist zum Symbol für den gesamten Holocaust, den Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden sowie weiteren Opfern unter Roma und Sinti, russischen und polnischen Zwangsarbeitern, Homosexuellen, Zeugen Jehovas, politischen Gefangenen und anderen zu Feinden des Nationalsozialismus erklärten Menschen geworden.

Heute sind von diesen Konzentrationslagern noch viele Teile erhalten bzw. originalgetreu ergänzt. Sie sind öffentlich zugänglicher Bestandteil des bekanntesten Museum in Oświęcim, dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, Gedenkstätte des Holocaust (Shoa) und jüdischer Friedhof auf dem Gelände der beiden ehemaligen Konzentrationslager I und II. Dieses Museum ist zugleich Gedenkstätte, internationales Begegnungs- und ein wichtiges Holokaust-Forschungszentrum. Es wurde von der UNESCO unter dem Namen Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940–1945)[1] zum Weltkulturerbe erklärt.

Es sind 6 Teile die in 8 RAR Dateien gesteckt sind. Die Qualität der Videos selbst, ist exellent.

Thema: 2. Weltkrieg / Drittes Reich, Konzertationslager Ausschwitz | Beitrag kommentieren

Die Deutschen - Teil 8 Robert Blum und die Revolution

Donnerstag, 20. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 8 ~
Robert Blum und die Revolution
Ein unbekannter Held

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“Es gilt nur siegen oder sterben und wer das Erstere will, muss zeigen, dass er zum Letzteren bereit ist.” Das schreibt Robert Blum drei Monate vor seiner Hinrichtung an seine Ehefrau Jenny. Der Revolutionär stirbt wie ein Märtyrer für seine Überzeugung: Freiheit und Einheit auf deutschem Boden. Aus heutiger Sicht wirkt der Freiheitsfreund wie ein Vorkämpfer der parlamentarischen Demokratie. Was für uns in Deutschland heute selbstverständlich ist, dafür hat Robert Blum mit seinem Leben bezahlt.

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Größe: 382 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

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Die Deutschen - Teil 7 Napoleon und die Deutschen

Mittwoch, 19. November 2008 | Autor: Lilu

Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der “deutschen Nation”.

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Die Deutschen - Folge 6 Preußens Friedrich und die Kaiserin

Donnerstag, 13. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 6 ~
Preußens Friedrich und die Kaiserin
Duell zwischen Preußen und Österreich

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Viele Regenten herrschten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Doch zwei Monarchen ragen heraus: Preußens Friedrich und Österreichs Maria Theresia. Sie sind Rivalen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: Die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II. aus dem protestantischen Potsdam.

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Größe: 377 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

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Die Deutschen - Folge 5 Wallenstein und der Krieg

Dienstag, 11. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 5 ~
Wallenstein und der Krieg
Genialer Feldherr oder Verräter

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Es ist ein Kampf um die religiöse und politische Vorherrschaft im Reich und in Europa: Katholiken gegen Protestanten. Ein Mann soll für den Kaiser die Anhänger der Reformation besiegen: Der Feldherr Albrecht von Wallenstein.

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Schicksalstag ist der 23. Mai 1618: Mit einem Gewaltakt auf der Prager Burg nimmt eine der dunkelsten Epochen in der deutschen und europäischen Geschichte ihren Anfang. Protestanten stürzen die Statthalter des katholischen Monarchen Kaiser Ferdinand II. kurzerhand aus dem Fenster. Dank “göttlicher Fügung” - genau genommen dank eines Misthaufens im Burggraben - überleben die Männer den Sturz aus 17 Metern Höhe. Der Prager Fenstersturz löst eine Spirale der Gewalt aus. Der Konflikt mündet im Dreißigjährigen Krieg.

Das Jahr 1625: Kaiser Ferdinand will seine Macht gegenüber den Fürsten stärken und den Protestantismus gewaltsam eindämmen. Böhmen und die Pfalz fallen an die Katholiken, die immer weiter bis in den Norden vordringen. Jetzt regt sich Widerstand bei den europäischen Nachbarn. Der protestantische König von Dänemark fürchtet um seine Vorherrschaft im Ostseeraum und erklärt Kaiser Ferdinand den Krieg.

“Der Krieg ernährt den Krieg.”

Ferdinand benötigt dringend Truppen und Waffen. Jetzt schlägt die Stunde von Wallenstein. Der Kriegsunternehmer macht dem Kaiser das unwiderstehliche Angebot, binnen kurzer Zeit ein 50.000 Mann starkes Heer aufzustellen. Wallenstein, nun mit einer außergewöhnlichen Machtfülle ausgestattet, erweist sich als Finanzgenie und glänzender Organisator.

Wallenstein perfektioniert das Geschäft mit dem Krieg: Das Geld, das er aus seiner eigenen Kasse vorlegt, will er sich in den Kriegsgebieten zurückholen. Eine Kalkulation ohne Skrupel. Er investiert in neue Soldaten und neue Waffen. Und das auf Kosten der Bauern, der Handwerker, der Händler und der Bürger, die für Wallensteins Truppen die Logis stellen, Lebensmittel liefern und für die Soldzahlungen aufkommen müssen. Getreu dem Motto Wallensteins: “Der Krieg ernährt den Krieg.”

Millionen Menschen sterben

Jetzt entfesselt sich endgültig ein Krieg, der lange Zeit als der Krieg der Kriege gilt: Er dauert schier endlose 30 Jahre. Millionen von Menschen sterben durch Hunger, Seuchen und rohe Gewalt. Wallenstein weiß diesen Krieg für sich zu nutzen.

Er steigt zu einem der mächtigsten Männer im Reich auf. Unter seinem Kommando wird die kaiserlich-katholische Herrschaft wieder bis an die norddeutschen Meere vorgeschoben. Bis Schweden auf der Seite der Protestanten eingreift - ein entscheidender Wendepunkt. Denn jetzt betritt ein anderer Mächtiger deutschen Boden: König Gustav Adolf von Schweden. Seine Truppen dringen bis in den Süden Deutschlands vor. 1632 kommt es zur Schlacht bei Lützen: Wallenstein und König Gustav stehen sich gegenüber. Der schwedische König stirbt und Wallenstein entrinnt nur knapp dem Tod.

Wallensteins tödliches Umdenken

Der Kriegsunternehmer sieht nun keinen Sinn mehr in seinem todbringenden Gewerbe. In Anbetracht der Eskalation kommt Wallenstein zu der Einsicht, dass sich der Krieg als Geschäft nicht mehr lohnt und dass nur ein Ausgleich zwischen den Mächten und den Konfessionen dem Gemetzel ein Ende bereiten kann. Der Kaiser unterstellt ihm Hochverrat. 1634 machen die eigenen Soldaten Jagd auf Wallenstein. Der Kaiser hat ihnen ein Kopfgeld versprochen. Wallenstein stirbt, weil er den Krieg nicht mehr für andere führen wollte - schon gar nicht um des Glaubens willen.

14 lange Jahre sollte der Krieg noch dauern, der Deutschland verwüstet und ein Drittel seiner Bewohner um ihr Leben bringt. Erst 1648 wird der Westfälische Friede geschlossen.

Größe: 384 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

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[ZDF] Die Deutschen - Teil 4 - LUTHER und die Nation

Donnerstag, 6. November 2008 | Autor: Lilu

~ Folge 4 ~
Luther und die Nation
Der Förderer der deutschen Sprache

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Mit seinem Protest gegen die römische Kirche und seinem Einsatz für den Glauben einte und spaltete er die Deutschen gleichermaßen: Der Reformator Martin Luther. Als einfacher Augustinermönch stellt er sich gegen den damals mächtigsten Mann der Welt: Kaiser Karl V. Trotz des ungleichen Machtverhältnisses verteidigt Luther seine Schriften vor dem Reichstag in Worms: Der 17. April 1521 sollte einer der Schlüsselmomente in der deutschen Geschichte werden. Für Luther geht es um Leben und Tod.

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Der 16. April 1521: Auf dem Weg zum Reichstag in Worms sind 7000 Menschen gekommen, um den berühmten Reformator zu sehen. Der Mönch aus Wittenberg ist Hoffnungsträger vor allem für Bürger und Bauern. Den Papst und den Kaiser hat er gegen sich - das Volk in Deutschland steht hinter ihm.

Ist die Gnade Gottes käuflich?

Es ist die Zeit, in der das Geschäft mit dem Sündenerlass blüht: Einfache Bürger werden gedrängt, so genannte Ablassbriefe zu kaufen. Die Kirche stopft mit dem Handel die Löcher in ihren Kassen. Luther prangert diese Praxis an. Er erklärt, dass niemand zwischen Gott und den Gläubigen stehe, schon gar nicht die römische Kirche. Für Luther ist die Botschaft der Bibel das alleinige Maß. Bereits 1517 verfasste er die 95 Thesen, um über den Irrglauben der Ablassbriefe aufzuklären.

Vier Jahre später in Worms soll Luther dafür büßen. Ihm droht der Tod. Der Papst hat ihn als Ketzer verurteilt. Doch Luther widerruft nichts. Karl V. erklärt ihn zum Feind der Kirche und des Reiches - Luther ist damit vogelfrei und befindet sich in höchster Gefahr.

Entführt und in Sicherheit gebracht

Um die Vollstreckung des Wormser Urteils zu verhindern, wird der Reformator mit einer vorgetäuschten Entführung an einen geheimen Ort gebracht. Auf der Wartburg bei Eisenach beginnt Luther ein revolutionäres Werk: die Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Das Wort Gottes soll für jedermann verständlich und auch für einfache Leute zugänglich werden.

Noch während Luther an seiner Bibelübersetzung arbeitet, breitet sich die Reformation aus. In seinem Versteck hat Luther keine Kontrolle über die Wirkung seiner Botschaft: Die Bauern beginnen einen Aufstand. Und berufen sich dabei auch auf ihn.

Ein “Medienstar” seiner Zeit

Nach heutigem Verständnis gehörte Luther zu den frühen “Medienstars” der deutschen Geschichte. Berühmt sind seine überlieferten Sprüche wie: “In der Woche zwier, schadet weder ihm noch ihr.” 1525 heiratet der ehemalige Mönch die frühere Nonne Katharina von Bora. Die Abschaffung des Zölibats hat er schon lange gefordert. Sechs Kinder bekommen die beiden. Die Verteufelung der Sexualität im Zusammenhang mit Religion hat jetzt ein Ende - auch Pfarrer sind Menschen aus Fleisch und Blut: Eine Botschaft, die einschlägt wie eine Bombe.

Luthers zentrale Botschaft zielte auf das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen. Sein Wirken veränderte Deutschland, Europa und in gewisser Weise auch die Welt. Das konnte er so nicht voraussehen und das wollte er in dieser Form auch nicht Der Reformator ist der erste, der explizit die deutsche Karte ausgespielt und an nationale Gefühle appelliert hat. Deutschland ist auch dank ihm mehr denn je durch seine Sprache verbunden - aber im Glauben gespalten.

Größe: 388 MB (XVID) | Dauer: 43 min |

Thema: Die Deutschen [ZDF], Sonstiges | Beitrag kommentieren

Die Deutschen - Das Making of

Montag, 3. November 2008 | Autor: Lilu

Am Sonntag, 26. Oktober 2008, 19:30 Uhr, startet die zehnteilige ZDF-Dokumentarreihe “Die Deutschen”, eine spannende Zeitreise durch zehn historische Epochen - von den Anfängen unter Otto dem Großen im 10. Jahrhundert bis zur Ausrufung der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918. Dokumentationen, die zentrale Ereignisse aus zehn Jahrhunderten deutscher Geschichte spiegeln sollen, stehen vor großen filmischen und produktionellen Herausforderungen. Den Blick hinter die Kulissen präsentiert das ZDF am 26. Oktober um 01:35 Uhr in der Sendung “Die Deutschen - Das Making of”.

Bilder von den Dreharbeiten zeigen, wie aufwändig sich die szenische Gestaltung einer solchen Reihe vor Ort darstellt. Die Macher kommen zu Wort, die vor und hinter der Kamera an dem Projekt mitgewirkt haben.

Interviews mit Schauspielern, Autoren, Redakteuren sowie Regisseuren geben Aufschluss über die Genese des Projekts. Das “Making of” zeigt eindrucksvoll, wie Vergangenheit mit Hilfe aufwändiger Computeranimationen wieder “lebendig” wird, ob es sich um große Schlachten handelt oder Schlüsselereignisse, die sich an berühmten Schauplätzen abspielten.

Größe: 270 MB (XVID) | Dauer: 00:30 min |

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