Feuer Schüsse und Gebete - Der Aufstand der Tibeter
Montag, 16. März 2009 | Autor: Lilu

14. März 2008. Lhasas Altstadt erlebt einen Strassenkrieg. Aufgebrachte Mönche und einfache Tibeter zerstören chinesische Läden und Banken. Ihr Zorn richtet sich gegen jeden Chinesen, der sich auf die Strasse wagt - brutale Gewalt bricht los. Ganze Strassenzeilen gehen in Flammen auf. Es gibt Tote. Rauchwolken hängen über der tibetischen Hauptstadt. Es sind die schwersten Ausschreitungen seit 20 Jahren.
Anja Bröker zeigt in ihrer Dokumentation exklusive Aufnahmen der Gewaltunruhen in Tibet und in den tibetischen Nachbarprovinzen. Das ARD-Team hat Augenzeugen des Aufstandes befragt und mit China-Experten über die Ursachen der Tibet-Krise gesprochen.
Die Tibeter leben seit 49 Jahren unter chinesischer Fremdherrschaft. Sie kämpfen um mehr Freiheit. Doch ihr buddhistischer Glaube gebietet ihnen nur einen Kampf mit friedlichen Mitteln. Diesmal endete der Protest in blinder Gewalt. Der Aufstand der Tibeter im Olympia-Jahr - er schockierte China und die ganze Welt. Die Pekinger Führung beschuldigt den Dalai Lama, die Unruhen angestiftet zu haben. Das geistige Oberhaupt der Tibeter wirft den Chinesen „kulturellen Völkermord“ vor. Trotzdem haben sich beide Seiten bereit erklärt, miteinander zu reden. Doch die Chancen auf einen positiven Ausgang der Tibet-Krise stehen schlecht.
Thema: aktuelle Kriege | Kommentare geschlossen






























