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Gefangen in Peking - Aufstand der Boxer

Mittwoch, 21. Januar 2009 | Autor: Lilu

efangen in Peking - Aufstand der Boxer
Peking, Juni 1900: Die “Faustkämpfer für Gerechtigkeit und Harmonie”, von den Europäern “Boxer” genannt, haben mehr als 3000 Ausländer und chinesische Christen im Gesandtschaftsviertel eingeschlossen. Die Boxer wollen alle Ausländer töten und China vom Einfluss der ‘westlichen Teufel’ befreien. Nach 55 Tagen der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit bereitet eine westliche Befreiungsarmee der Belagerung ein Ende. Basierend auf den Augenzeugenberichten der Eingeschlossenen schildert der Film eine einzigartige Episode der Weltgeschichte, die das Reich der Mitte und die Staaten der westlichen Welt auf einem blutigen Kriegsschauplatz zusammenführt.

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Der Untergang des alten Europa [arte]

Freitag, 14. November 2008 | Autor: Lilu

Die Dokumentation beschreibt die große Katastrophe des Ersten Weltkrieges aus einem gesamteuropäischen Blickwinkel. Sie zeigt, dass die Stimmungslage und die ungelösten Spannungen vor 1914 in Europa längst auf Krieg deuteten. Das Attentat von Sarajewo war nicht mehr als ein willkommener Anlass, diesen schon lange geplanten Krieg zu beginnen. Vor allem die zur Veränderung unfähigen Monarchien, die sich längst selbst überlebt hatten, in Berlin, Wien und St. Petersburg brauchten ihn. Der Krieg war, wie Historiker sagen, eine Art “Selbstmord aus Angst vor dem Tod”.

Der Sommer verspricht schön zu werden. Unter den Linden in Berlin, auf den Champs-Elysées in Paris, vor den Cafés in Wien und St. Petersburg, überall genießen die Menschen die lauen Abende. Am 28. Juni 1914 tickern derweil in allen Pressebüros die Telegrafen: Franz Ferdinand, der Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie, ist in Sarajewo ermordet worden. Fünf Wochen später steht Europa am Rande des Abgrunds.
Mit unglaublicher Leichtfertigkeit haben die europäischen Politiker und Monarchen den Mechanismus der gegenseitigen Drohungen, Ultimaten und Mobilmachungen in Gang gesetzt, der den Kontinent in den Untergang führt, in einen Krieg, wie ihn die Menschen zuvor nicht kannten. Die Militärs und Politiker erkennen zwar in letzter Stunde, dass es sich um einen “Sturz ins Ungewisse” handelt, um einen Krieg, den niemand gewinnen kann. Aber “da es nun einmal beschlossen ist, kann es nicht mehr geändert werden” (Chef des Generalstabs Helmuth von Moltke, 1848-1916).
Am 3. August 1914, als deutsche Truppen bereits das neutrale Belgien überfallen haben, sagt der britische Außenminister Sir Edward Grey: “In diesem Moment gehen in Europa wieder die Lichter aus. Wir alle werden sie in unserem Leben nie wieder leuchten sehen.”
Viele Bürger Europas begrüßen den Konflikt begeistert als “Stunde des Vaterlandes” oder als “nationale Wiedergeburt”. Zehn Millionen Männer werden den “frischen fröhlichen Krieg” mit ihrem Leben bezahlen. Die großen Monarchien in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland brechen 1917/18 zusammen. Dem Krieg folgten mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus und Bolschewismus das “Zeitalter der Extreme”, der verdeckte Bürgerkrieg der 20er Jahre und die revanchistischen Ressentiments, die schließlich zum Beginn des nächsten Weltkriegs beitrugen.

Größe: 460 MB (XVID) | Dauer: 52 min |

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Sklavenschiffe - Hölle auf See (Discovery Geschichte)

Sonntag, 2. November 2008 | Autor: Lilu

Sklavenhandel gehörte über vier Jahrhunderte lang zur Tagesordnung, und Millionen von Menschen wurden in dieser Zeit von Afrika nach Amerika verschifft - unter meist unmenschlichen Bedingungen. Diese Dokumentation berichtet über die einzige erfolgreiche Meuterei von Sklaven an Bord des Schiffes Amistad. Angeführt von Joseph Cinque meuterten die Sklaven und brachten den brutalen Kapitän sowie den Schiffskoch um. Doch damit hatte ihr Leiden noch kein Ende gefunden …

Größe: 350 MB (XVID) | Dauer: 00:51 min |

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Mätressen (3 Teiler / Arte)

Mittwoch, 8. Oktober 2008 | Autor: Lilu

Mätressen - Die geheime Macht der Frauen (1/3)

Die Geliebte des Königs Ludwig XIV., der “Sonnenkönig” und der mächtigste Herrscher seiner Zeit, hatte eine Geliebte zu einer Zeit, als das noch keineswegs als selbstverständlich hingenommen wurde. Er stellte sich damit bewusst über christliches und staatliches Gesetz. Ein weiteres Problem war, dass sich seine Geliebten einen erbitterten Konkurrenzkampf lieferten.

Wenn die Höflinge nach der abendlichen Zeremonie die Gemächer des Königs verlassen haben, schlich dieser sich in den benachbarten Flügel des Schlosses - und verbrachte die Nacht im Bett seiner Mätresse. Was er dort fand, ging über ein erotisches Abenteuer hinaus und war für ihn kostbarer als der Staatsschatz: Verständnis und Vertrauen.

Größe: 423 MB (XVID) | Dauer: 00:52 min |

Mätressen - Die geheime Macht der Frauen (2/3)

Die Geliebte des Sultans

Der prächtige Sultanspalast von Istanbul - der Topkapi Serail - thront noch heute über dem Bosporus. In der Mitte des 16. Jahrhunderts ist er Zentrum des mächtigsten Reiches der Erde. Im Inneren befindet sich der Harem, der am strengsten bewachte Ort des Reiches, den von 800 afrikanischen Eunuchen abgesehen, nur ein Mann betreten darf: Sultan Süleyman der Prächtige.
Hunderte schöner Frauen wurden Jahre lang dafür ausgebildet, um vom Sultan erwählt zu werden. Mit welcher seiner Frauen der mächtigste Herrscher seiner Zeit die Nacht verbringt, bestimmen jedoch strenge Regeln, gegen die selbst der Sultan nichts auszurichten vermag. Doch die ukrainische Sklavin Roxelana bringt das festgefügte System durcheinander. Sie ist weniger schön als die anderen Frauen, aber sie fasziniert den Sultan mit ihrer Klugheit, ihrer Raffinesse und ihrer Leidenschaft. Sie bringt Süleyman dazu, die Gesetze des Harems zu brechen und nur noch mit ihr zu verkehren. Die erste Favoritin des Sultans, Mahidevran, ist darüber so wütend, dass sie ihrer Konkurrentin das Gesicht zerkratzt. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Sultan mit Roxelana schließlich eine monogame Ehe führt. Er liebt sie, weil sie etwas von Kunst versteht und Gedichte schreibt - und weil sie dem Herrscher nicht demütig, sondern selbstbewusst entgegen tritt und ihn mit Ratschlägen versorgt. So einflussreich ist Roxelana, dass der Sultan auf ihre Intrigen hin seinen engsten Berater, den Großwesir, und schließlich sogar seinen ältesten Sohn Mustafa als angebliche Verschwörer hinrichten lässt.

Größe: 421 MB (XVID) | Dauer: 00:52 min |

Mätressen - Die geheime Macht der Frauen (3/3)
Die Geliebte des Papstes

Die Marmorstatue einer jungen Frau neben dem Hauptaltar im Petersdom, einer der heiligsten Stätten der Christenheit, birgt ein Geheimnis: Einst war diese erotische Skulptur nackt, dann wurde sie mit einem Bleigewand bedeckt.
Noch heute fühlt sich die katholische Kirche durch diese Statue kompromittiert und möchte die skandalösen Spuren der eignen Geschichte tilgen. Denn Julia Farnese, deren Antlitz hier verewigt ist, hat ihr Bett mit einem Papst geteilt. “Die Zahl der Huren und Zuhälter, die ungehindert durch den Sitz des heiligen Petrus streiften, ist unendlich. Im Vergleich dazu sind die römischen Bordelle Horte der Keuschheit”, so ein zeitgenössischer Chronist. Dass selbst der Papst eine Mätresse und zahlreiche Kinder mit ihr hat, wirft ein grelles Licht auf die Epoche der Renaissance.

Größe: 404 MB (XVID) | Dauer: 00:53 min |

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Der Piraten-Codex

Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Autor: Lilu

Die 1: 35 stündige Dokumentation wandelt auf den Spuren des legendären Piratenkapitäns Black Sam Bellamy und seines Schiffes, der Whydah. Im 18. Jahrhundert machte Bellamy die Weltmeere unsicher.
Heute ist der Meeresarchäologe Barry Clifford auf der Suche nach dem Vermächtnis des Freibeuters: Im Jahre 1717 soll Bellamy unermessliche Reichtümer von 50 Schiffen erbeutet und an Bord seines eigenen Schiffes verfrachtet haben. Clifford und sein Team machen sich auf die Suche nach dem Wrack der Whydah.
Sie sind überzeugt, dass sie kurz vor einer unglaublichen Entdeckung stehen.

Größe: 698 MB (XVID) | Dauer: 01:35 min |

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Der Fall Jesse James

Dienstag, 30. September 2008 | Autor: Lilu

Entsprechend historischer Darstellungen feuerte Bob Ford eine Kugel direkt in Jesse James Schädel und tötete ihn auf diese Weise. Über die Jahrzehnte entstanden jedoch Streitereien hinsichtlich dieser Darstellung. Sofort gab es Gerüchte, dass Jesse James sich mit Bob Ford und seinem Bruder verschwor, um den Tod vorzutäuschen und so die Belohnung zu vereinnahmen. Alles was sie benötigten war ein Körper - und nun gibt es Historiker, die behaupten, dass dieser Körper, der Körper von Jesses Cousin ist. Unter anderem wurde auf Wunsch der Familie James in Neodesha, Kansas, eine Exhumierung vorgenommen. Es gibt die Theorie, die besagt, dass Jesse James entkommen konnte und noch jahrelang nach seinem vorgetäuschten Tod lebte. In den 70er Jahren erwachte das Interesse der Familie an Jesse James, als sie eine verblüffende Ähnlichkeit zwischen einem Ur-Ur-Enkel namens Jeremiah James und frühen Bildern des Gesetzlosen feststellten. Als 1974 die Großtante der Familie starb, hinterließ sie auf ihrem Speicher zwei Truhen voller Photos, Briefe und Memoiren von Jesse James. Als forensische Experten ihre Tests durchführen, ist es nicht nur die Familie James, die das Ergebnis kaum erwarten kann.

Größe: 350 MB (XVID) | Dauer: 00:44 min |

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Wer war Billy the Kid ?

Dienstag, 30. September 2008 | Autor: Lilu

Er war der berühmteste Schurke des alten Westen. Tatsächlich wissen wir wenig über sein kurzes Leben - und viel wichtiger - über seinen Tod. Jetzt, hat Neumexiko die Ermittlungen der Verbrechen von Billy the Hid und seinem geheimnisvollen Tod 1881 wieder aufgenommen. Hat ihn Sheriff Pat Garrett umgebracht oder gar seinen Tod vorgetäuscht um so seinem Freund zur Flucht zu verhelfen Der HISTORY CHANNEL spricht mit Personen die in die Ermittlungen verwickelt sind, wie Gouverneur Bill Richardson, Publitzer Preisträger N. Scott Momady und Historiker Robert M. Utley um das Geheimnis zu enträtseln.

Größe: 342 MB (XVID) | Dauer: 00:45 min |

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Die französische Revolution (History Channel Spezial)

Mittwoch, 24. September 2008 | Autor: 2Rush4U

Am 14. Juli 1789 stürmte eine Pariser Menschenmenge die Festung der Bastille, um die Waffen und Munition des Königs zu rauben. Was trieb die Mittelklasse zu diesem Angriff, der ein Jahrzehnt der revolutionären Ideale und der mörderischen Umtriebe lostrat? Diese spannende Sondersendung betrachtet die Französische Revolution und die Ereignisse, die einen ganzen Kontinent in den Krieg stürzen und für Generationen erschüttern sollten. Die Französische Revolution erschütterte die Grundfesten des Feudalismus, zerstörte die letzten Reste der Monarchie und säte die Saat für moderne Politik, Diplomatie und Nationalismus.

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Sklaven für den Orient

Donnerstag, 26. Juni 2008 | Autor: Maximus der Barmherzige

Über den grausamen Handel der Europäer mit afrikanischen Sklaven nach Amerika ist allgemein vieles bekannt und von Historikern wissenschaftlich dokumentiert. Doch bis heute ist es tabu, darüber zu sprechen, dass, Schätzungen zufolge, im Laufe der Jahrhunderte insgesamt allein 17 Millionen Afrikaner gefangen genommen und als Sklaven in die muslimische Welt verkauft wurden. Die Dokumentation versucht nachzuvollziehen, warum dieses Thema ebenso wie der Sklavenhandel zwischen afrikanischen Ländern bis in die heutige Zeit ein Tabu geblieben ist.

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Die großen Schlachten - 4 Teile

Sonntag, 15. Juni 2008 | Autor: Maximus der Barmherzige

1529 - DIE TÜRKEN VOR WIEN

Im Jahr 1529 bedroht eine gigantische türkische Streitmacht Wien. 150.000 Mann haben sich Anfang Mai unter der Führung von Suleiman dem Prächtigen in Konstantinopel auf den Weg gemacht. Am 21. September erreichen sie Wien, den “goldenen Apfel” der Christenheit. Wenige Tage später ist die Stadt eingeschlossen. Suleiman fordert Wien zur Kapitulation auf. Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, plündern seine Truppen die umliegenden Ortschaften, deren Einwohner versklavt oder zu Tode gefoltert werden. Wien ist auf sich allein gestellt, und die Übermacht ist erdrückend. Nur 20.000 im Kampf erprobte Söldner halten sich in der Stadt auf. Es beginnt eine dreiwöchige Belagerung. Heimlich graben die Angreifer Tunnel, um die Stadtbefestigung zu unterminieren und mit Hilfe von Schwarzpulverladungen zum Einsturz zu bringen. Aber der Plan wird vereitelt und die türkisch Truppen müssen sich demoralisiert zurückziehen. Am 12. September berät sich Suleiman mit seinen Anführern. Die Versorgungslage ist schlecht, die vom Regen völlig aufgeweichten Wege erschweren den Nachschub. Doch vor dem Winter soll ein letzter Angriff gewagt werden. Am 14. Oktober gelingt es den Türken, eine große Bresche ins Kärntnertor zu schlagen - Wien scheint besiegt. Aber der Schutt des gesprengten Tores fällt nach außen und macht eine Erstürmung erneut unmöglich. Suleimans Janitscharen brechen den Angriff ab. Wien ist gerettet. In der Nacht zum 15. Oktober beginnt der Abzug des gigantischen Heeres.

1631 - DAS MASSAKER VON MAGDEBURG

10. Mai 1631: Magdeburg, die reiche Stadt an der Elbe, wird seit Monaten belagert. Etwa 30.000 Menschen sind in der Stadt eingeschlossen. Vor den Stadttoren ein katholisches Heer aus Söldnern, welches nur darauf wartet, dass die protestantische Hochburg endlich aufgibt und sich freikauft.

Am Vorabend verstummen die Kanonen. Für die Bevölkerung bahnt sich eine Katastrophe an, die sich in das Gedächtnis Europas einbrennen soll und die bis zum ersten Weltkrieg als das Symbol für die Schrecken des Krieges schlechthin gilt.

In den frühen Morgenstunden dieses 10. Mai wird das Signal zum Angriff gegeben. In nur drei Tagen wird die stolze Hansestadt restlos vernichtet. Zwanzigtausend Einwohner werden von der anstürmenden Soldateska niedergemetzelt oder sterben einen qualvollen Tod in den Flammen der sich ausbreitenden Feuersbrunst. Für die katholische Seite ist es am Ende ein Sieg der verbrannten Erde: Sie wollte eine intakte Festung, eine reiche, florierende Stadt einnehmen, keine Ruine. Mit dem Massaker von Magdeburg wird - im bis dahin ohnehin schon grausamen 30-jährigen Krieg - eine letzte moralische Grenze überschritten. Die Menschen in ganz Europa sind schockiert. Für Generationen wird die Erstürmung Magdeburgs zum Sinnbild für die Leiden der Zivilbevölkerung, für die völlige Verrohung der Soldateska. So beispiellos ist das Geschehene, dass die Zeitgenossen ein neues Wort dafür erfinden: “Magdeburgisieren” wird zum Begriff größtmöglichen Grauens.

1813 - DIE VÖLKERSCHLACHT BEI LEIPZIG

16. Oktober 1813. Unter dem Oberbefehl von Fürst Karl von Schwarzenberg stellt eine Allianz aus Österreichern, Preußen, Russen und Schweden das napoleonische Heer bei Leipzig zur Entscheidungsschlacht. Knapp 500.000 Soldaten sind aufgeboten - und diese verwandeln Leipzig in ein gewaltiges Schlachtfeld. Drei ganze Tage lang kann keine der beiden Parteien einen entscheidenden Vorteil erringen. Bald ist der ganze Landstrich ein einziges Museum des Grauens. Überall liegen getötete und geplünderte Soldaten – über 100.000 insgesamt. Normales Leben gibt es nicht mehr in der Stadt. Die Lebensmittelversorgung kommt ins Stocken. In den Kirchen liegen die Verwundeten. Tag und Nacht sind die Ärzte in den Behelfslazaretten im Einsatz; sie amputieren pausenlos, doch für viele Verwundete kommt jede Hilfe zu spät. Am Ende des dritten Tages gelingt es den Alliierten endlich, Napoleon in der Stadt einzuschnüren, seine Lage wird hoffnungslos. Noch in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober gibt er den Befehl zum Rückzug. Zum ersten Mal in seinem Leben ist es Napoleon nicht gelungen, eine Schlacht, in der er selbst den Oberbefehl führte, für sich zu entscheiden. Im Schutz der Dunkelheit macht sich das französische Heer auf die Flucht. Die Völkerschlacht hat Weltgeschichte geschrieben. Napoleons Niederlage in Leipzig war der Anfang vom Ende des napoleonischen Weltreiches. Im Jahr zuvor hatte er mit seiner gewaltigen Armee noch Moskau besetzt, ein halbes Jahr später war er nur noch ein Verbannter auf der Insel Elba mit einer Ehrengarde von nicht mehr als 800 Mann.

1870 - DIE ENTSCHEIDUNG VON SEDAN

1. September1870. Vier Uhr früh. Im Schutze der Dunkelheit überqueren deutsche Truppen die Maas. Die ganze Nacht haben Pioniere heimlich eine Pontonbrücke gebaut. Es gilt, die französische Zweite Armee, die sich auf einen Ruhetag freut, zu überrumpeln. Ziel des Angriffs: der kleine Ort Bazeilles in den Ardennen. Bazeilles scheint zu schlafen, doch der Schein trügt, die Franzosen sind gewarnt. Überall in den Häusern liegen Scharfschützen, Elitesoldaten der französischen Kolonialtruppen. Bis zur letzten Patrone sollen sie die Stadt verteidigen, denn wenn Bazeilles fällt, sitzt die französische Hauptstreitmacht, die sich wenige Kilometer nord

westlich in Sedan verschanzt hat, in der Falle - von Süden, Westen und Osten eingekesselt von deutschen Armeen, im Norden nur die belgische Grenze.

Um fünf Uhr früh beginnt der Kampf um die kleine Stadt. Bazeilles erlebt ein Massaker. Stunden später ist der Ort nur noch ein rauchendes Trümmerfeld. Derweil beginnt auch die Schlacht in Sedan: Mit starkem Artilleriefeuer von allen Seiten wird die Stadt unter Beschuss genommen. Die deutsche Armee, technisch weitaus besser ausgerüstet, spielt hier ihre ganze Überlegenheit aus. Kaiser Napoleon III. entschließt sich schließlich zu kapitulieren. Die Schlacht ist vorbei. Napoleon III. wird gefangen genommen. Über 100.000 französische Soldaten treten den Weg in die Kriegsgefangenschaft an.Sedan 1870 ist als Entscheidungsschlacht in die Geschichtsbücher eingegangen. In ihrer Folge brach das Zweite Kaiserreich in Frankreich zusammen. Ein halbes Jahr später wurde mit der Krönung Wilhelms von Preußen in Versailles das deutsche Kaiserreich begründet.

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